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Bauernweisheit Walpurgistag:
1.Mai Apostel
Philippus und Jakobus der Ältere: 3.Mai Sankt Florian: 4.Mai Sankt
Stanislaus: 7.Mai Bauernspruch Wetterregeln
für die erste Dekade April / Ostermond Bauernspruch:
April und Mai fürwahr sind die Schlüssel zum ganzen Jahr. Rosamunde
2.April: Sturm
und Wind an Rosamunde – bringt gute Kunde. Sankt
Ambrosius 4.April: Erbsen säe an Ambrosius, so tragen sie reich und geben gut
Mus. Sankt
Aaron und Sankt Justin 7.April: Aaron
und Justin helfen den Hafer ziehen (St Aaron und St. Justin 7.April). Prophet Ezechiel 10.April: Leinsaat
an Ezechiel geht nicht fehl. Wetterregeln
für die erste Dekade März / Lenzmond Bauernspruch Sankt
Albinus 1.März Heilige
Kunigunde 3.März: Sankt Kunigund’ macht’s warm von unt’, wenn’s
aber donnert um Kunigung’ treibt’s der Winter lange bunt. Zeit:
5. bis 8.März lässt er sich aber trocken an, bringt er Brot für jedermann. Vierzig
Märtyrer 10.März: Wie die vierzig Märtyrer das Wetter gestalten, so
wird es noch vierzig Tage halten. Bauernweisheit:
Säst Du im März zu früh, ist’s oft vergebene Müh’. Wetterregeln
für die zweite Dekade März / Lenzmond von Gerhard Wilhelm Neuhaus/Rwg Webcambild vom Skihang Apelsberg in Neuhaus am Rennweg
Schmalenbuche im Hintergrund die Jugendherberge und das Gymnasium Das Wetter im April – OstermondSchon
im letzten Jahr verabschiedeten wir den März, entgegen von Wetterregeln der
Bauern, auch als einen deutlichen
Nachwinter, der uns seine Kraft in unserer Höhenlage noch einmal deutlich
machte. Auch heuer ließ der Frühling zunächst auf sich warten, aber nun ist
er da. Die Barometer hatten mit dem Wechsel von Hoch und Tief ausreichend zu
tun. Unsere Frühlingserwartungen an den kommenden April erweitern sich
hinsichtlich Witterungsverlauf und Wachstum in der Natur mit dem üblichen,
stürmischen Umschwung. Im zweiten Frühlingsmonat beginnen diese großräumigen
Veränderungen, in deren Folge die Witterungsturbulenzen oft einen Höhepunkt
erreichen werden. Die stabilen Hochdruckgebiete im Norden werden durch Tiefs
ersetzt, die sich vor einem wachsenden Azorenhoch bewegen. Dadurch erreichen uns
mit überwiegend westlichen Winden rasch wechselnde Wetter, je nach Herkunft oft
bis zum Graupel abgekühlt; so geschehen am 7.April 1932 mit einem
Kaltlufteinfall. Der kräftige Temperaturanstieg setzt sich aber dennoch fort.
Er resultiert vor allem aus den länger werdenden Tagen, man kann schon mit ca.
150 Sonnenstunden rechnen. Eine verlässliche Dokumentation ist auch der
100-jährige Kalender nicht, aber trauen wir ihm mal, so „fängt sehr schön
an bis zum 5., da es regnet, kieselt und darauf gefriert, bald wieder ganz
veränderlich und unstet bis zum Ende aller Tage, ein recht wunderlicher April“.
Im Witterungsverlauf des April verbirgt sich schon die Quantität und Qualität
der zu erwartenden Ernte, was bis heute der Fall ist. Die Monatsmitteltemperatur
beträgt, je nach geodätischer Höhe, +4° bis 10° C. In den Tälern können
die Tageshöchsttemperaturen schon mal +20°C oder mehr betragen, während sie
nachts bei klarem Himmel nahe dem Nullpunkt liegen oder noch frostig sind. Es
fallen normalerweise bis zu 70 mm Niederschlag, im Bergland gelegentlich noch
als Schnee. Kühle Aprile gab es 1852, 1929 und 1956, warm dagegen war es 1934,
1948, 1952 und 1961. In den Bauernregeln heißt es „April nass und kalt,
wächst das Korn wie ein Wald“ oder „Wohl hundertmal schlägt das Wetter um,
das ist Aprils Privilegium“ oder „Siehst Du im April die Falter tanzen,
magst du getrost im Garten pflanzen“ oder „Wenn’s im April brav stürmt
und schneit, so gibt’s eine schöne Sommerzeit“. Insgesamt ist also der
Witterungsverlauf im April für die landwirtschaftlichen Ergebnisse ein sehr
wichtiger Monat. In diesem Monat treten nach langjährigen Beobachtungen
häufiger als sonst Südostwetterlagen mit anhaltenden Niederschlägen bei
kalten Ostwinden auf. Sie sind für den Wasserhaushalt von großer Bedeutung.
Ihr Ausbleiben in den Jahren 1946, 1947, 1948 und 1953 führte zu großer
Trockenheit und Ernteausfällen beim Getreide. Gerhard Wilhelm
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